REIN gehört für mich zu den Künstlerinnen, die man nicht einfach nebenbei hört. Ihre Musik hat eine besondere Intensität und zieht mich immer wieder in ihren Bann. Was mich von Anfang an begeistert hat, ist die Art, wie sie unterschiedliche Einflüsse miteinander verbindet. Ihr Sound bewegt sich zwischen Electro, EBM, Industrial und Pop, wirkt dabei aber nie beliebig oder konstruiert. Stattdessen entsteht etwas Eigenständiges, das gleichzeitig modern und zeitlos klingt.

Besonders spannend finde ich die Energie, die in ihren Songs steckt. Die treibenden Beats, die markanten Synthesizer und ihre ausdrucksstarke Stimme schaffen eine Atmosphäre, die sowohl düster als auch kraftvoll sein kann. Viele Stücke haben etwas Direktes und Unverstelltes, fast schon Rebellisches. Genau das macht ihre Musik für mich so authentisch. Sie wirkt nicht darauf ausgerichtet, Erwartungen zu erfüllen, sondern folgt einer klaren eigenen künstlerischen Vision.
Wenn ich REIN höre, fällt mir immer wieder auf, wie geschickt sie Gegensätze miteinander verbindet. Ihre Musik kann hart und kompromisslos klingen, gleichzeitig aber auch emotional und verletzlich sein. Manche Songs laden sofort zum Tanzen ein, während andere eher zum Nachdenken anregen. Diese Vielschichtigkeit sorgt dafür, dass ihre Musik auch nach mehrmaligem Hören interessant bleibt und immer wieder neue Facetten offenbart.
Ein weiterer Aspekt, den ich an REIN schätze, ist ihre starke künstlerische Persönlichkeit. Sie präsentiert sich selbstbewusst und unabhängig und vermittelt das Gefühl, genau zu wissen, wofür sie steht. Das spiegelt sich nicht nur in ihrer Musik wider, sondern auch in der gesamten Ästhetik ihrer Arbeit. Ihre Stücke wirken durchdacht, ohne ihre Unmittelbarkeit zu verlieren.
Für mich ist REIN eine Künstlerin, die zeigt, wie spannend elektronische Musik sein kann, wenn sie Grenzen überschreitet und sich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen lässt. Sie verbindet die rohe Energie von Punk mit der Präzision elektronischer Produktion und schafft daraus ihren ganz eigenen Klangkosmos. Gerade diese Mischung aus Kraft, Individualität und Experimentierfreude macht sie für mich zu einer außergewöhnlichen Musikerin, deren Werke ich immer wieder gerne entdecke und höre.
REIN
REIN ist das elektronische Musikprojekt der schwedischen Sängerin, Produzentin und Songwriterin Joanna Reinikainen. Sie verbindet Einflüsse aus Industrial, EBM, Electro und Pop zu einem kompromisslosen Sound, der feministische und gesellschaftskritische Themen mit tanzbarer Energie verknüpft. Seit Mitte der 2010er gilt sie als eine der markantesten Stimmen der nordischen Electro-Szene.
Wichtige Fakten
- Geburtsname: Joanna Reinikainen
- Herkunft: Stockholm, Schweden
- Genre: Electro, Industrial Pop, EBM
- Label: REIN Recordings (gegründet 2019)
- Debüt: EP Rein (2016)
Musikalischer Werdegang
Rein wuchs in einer Musikerfamilie auf – ihr Vater ist der 1980er-Popmusiker Paul Rein, ihr Halbbruder Sebastian Ingrosso. 2016 erschien ihre selbstbetitelte Debüt-EP, gefolgt von Freedoom (2017), das ihr Nominierungen bei den schwedischen P3-Guld-Awards für „Newcomer of the Year“ und „Dance of the Year“ einbrachte. Ihre Musik kombiniert pulsierende Beats mit kämpferischen Texten über Unabhängigkeit, Feminismus und soziale Themen. (Beatport)
Eigenes Label und Alben
2019 gründete sie REIN Recordings, über das 2020 ihr gefeiertes Debütalbum Reincarnated erschien, produziert mit Carli Löf. Das Album wurde von der GAFFA-Preisjury als eines der besten des Jahres nominiert und mit einem SKAP-Preis für „Best Electro“ ausgezeichnet. 2023 folgte das zweite Album God Is A Woman, das in Zusammenarbeit mit Djedjotronic entstand und ihren Stil zwischen futuristischem Clubsound und politischer Aussage weiterentwickelte. (Neuwerk Music)
Kooperationen und Auftritte
Rein arbeitete mit Produzenten wie Boys Noize, Djedjotronic und Owl Vision zusammen. Sie spielte auf internationalen Festivals wie Roskilde Festival, Sziget Festival und Les Trans Musicales und tourte mit einem audiovisuellen Liveset durch Europa und Nordamerika. Ihre Auftritte sind für rohe Energie und visuelle Intensität bekannt. (Voulez Vous Danser)
Stil und Bedeutung
Reins Musik ist geprägt von der Ästhetik der 1980er-Jahre-Elektronik, angereichert mit modernem Club-Sound und politischem Bewusstsein. Sie steht für eine neue Generation feministischer Electro-Künstlerinnen, die den Untergrund mit Pop-Sensibilität verbinden und zugleich ein Statement für Selbstermächtigung setzen.
Facebook:
https://www.facebook.com/reinofficialmusic
Web:
https://www.reinofficial.com/videos
YouTube:
https://www.youtube.com/
Instagram:
https://www.instagram.com/_reinofficial_
For me, REIN is one of those artists you simply cannot listen to in the background. Her music has a unique intensity that keeps drawing me in time and time again. What fascinated me from the very beginning is the way she blends different influences together. Her sound moves effortlessly between Electro, EBM, Industrial, and Pop, yet it never feels random or artificially constructed. Instead, she creates something truly distinctive that sounds both contemporary and timeless.
What I find especially compelling is the energy that runs through her songs. The driving beats, striking synthesizers, and expressive vocals create an atmosphere that can be both dark and powerful. Many of her tracks have a directness and honesty to them, almost rebellious in spirit. That is exactly what makes her music feel so authentic to me. It never seems designed to meet expectations; rather, it follows a clear and unmistakably personal artistic vision.
Whenever I listen to REIN, I am impressed by how skillfully she combines opposites. Her music can sound hard-edged and uncompromising while also being emotional and vulnerable at the same time. Some songs immediately make you want to dance, while others invite reflection and deeper thought. This versatility is what keeps her music engaging even after repeated listens, constantly revealing new layers and nuances.
Another aspect I admire about REIN is her strong artistic identity. She presents herself with confidence and independence, giving the impression that she knows exactly what she stands for. This is reflected not only in her music but also in the overall aesthetic of her work. Her songs feel carefully crafted without ever losing their sense of immediacy and raw emotion.
To me, REIN demonstrates just how exciting electronic music can be when it pushes boundaries and refuses to be confined to a single genre. She combines the raw energy of punk with the precision of electronic production, creating a sonic world that is entirely her own. It is precisely this blend of strength, individuality, and willingness to experiment that makes her such an exceptional artist and someone whose work I continue to enjoy discovering and revisiting.