- Details
- 2026-07-14 14:27:17
Uncategorised
- Details
Meine Rezension: Estrangement – In Mitra Medusa Inri

Ich habe mir Estrangement von In Mitra Medusa Inri jetzt mehrfach angehört – und mein erster Eindruck hat sich ziemlich bestätigt: Das ist keine EP, die sofort zündet, sondern eine, die sich langsam festsetzt.
Mein Eindruck vom Sound
Was mir direkt aufgefallen ist: Die Band bleibt ihrem Stil treu. Diese typischen schwebenden Gitarren, die kühlen Synths und diese leicht distanzierte, melancholische Stimmung sind sofort da.
Gleichzeitig passiert hier weniger Abwechslung als vielleicht erwartet. Die Tracks gehen fast nahtlos ineinander über, was ich einerseits stark finde, weil es wie ein zusammenhängendes Werk wirkt – andererseits fehlen mir dadurch manchmal klare Höhepunkte.
Trotzdem: Dieser leichte Post-Punk-Groove ist immer noch da. Es ist nicht komplett unnahbar – eher so, dass man sich langsam reinziehen lässt.
Wirkung & Gefühl
Für mich dreht sich die EP komplett um dieses Gefühl von Entfremdung. Nicht laut oder dramatisch, sondern eher unterschwellig.
Ich hatte beim Hören oft das Gefühl, dass sich alles ein bisschen verschoben hat, ohne dass man genau sagen kann, was eigentlich anders ist. Genau das macht für mich auch den Reiz aus – aber es ist definitiv nichts für nebenbei.
Was ich gut finde – und was weniger
Was für mich funktioniert:
- die extrem dichte, fast schon durchgehende Atmosphäre
- ein klarer roter Faden ohne Ausreißer
- der Sound wirkt hochwertig, aber nicht zu glatt
Was mir fehlt:
- mehr Dynamik oder Kontraste
- einzelne Songs, die wirklich herausstechen
- stellenweise wirkt es auf mich etwas zu gleichförmig
Mein Fazit
Für mich ist Estrangement eine EP, die man sich bewusst anhören muss. Wenn ich sie nebenbei laufen lasse, passiert ehrlich gesagt nicht viel. Aber wenn ich mich darauf einlasse, entfaltet sie eine ziemlich starke Wirkung.
Ich würde sagen: weniger zugänglich, dafür intensiver. Keine Hitsammlung, sondern eher ein geschlossenes Stimmungsbild.
👉 Meine Bewertung: 8/10
Nicht leicht zugänglich – aber genau das macht sie am Ende interessant.
Vergleich: Estrangement vs. frühere Releases von In Mitra Medusa Inri
Ich finde, Estrangement wirkt im Kontext der bisherigen Diskografie von In Mitra Medusa Inri wie ein ziemlich klarer Entwicklungsschritt – aber keiner, der alles umwirft. Eher eine Verdichtung dessen, was schon angelegt war.
Im Vergleich zu Second Life (2024)
Der direkteste Vergleich ist natürlich zum Comeback-Album Second Life.
- Second Life wirkt auf mich deutlich offener und abwechslungsreicher – mit mehr einzelnen Songs, die auch für sich stehen können.
- Estrangement dagegen zieht sich viel stärker als ein durchgehender Fluss durch seine fünf Tracks. (MusicBrainz)
Ich habe das Gefühl, dass die Band hier bewusster reduziert:
Weniger „Songwriting im klassischen Sinne“, mehr Fokus auf Stimmung und Zusammenhalt.
👉 Für mich ist Estrangement damit wie die introvertierte Schwester von Second Life: weniger greifbar, aber emotional dichter.
Im Vergleich zur frühen Phase (Dreams, Darkness Between Us, etc.)
Wenn man noch weiter zurückgeht – etwa zu Dreams (2002) oder Darkness Between Us (2003) – fällt der Unterschied noch stärker auf.
- Früher klang die Band für mich roher, direkter und teilweise auch melodischer im klassischen Gothic-Sinn
- Die Songs hatten oft klarere Strukturen und mehr einzelne Hooks
- Gleichzeitig war da schon diese typische Mischung aus Melancholie und Gitarren + Elektronik angelegt (Wikipedia)
Heute – auf Estrangement – ist das alles:
- glatter produziert
- stärker atmosphärisch gedacht
- weniger auf einzelne Momente, mehr auf Gesamtwirkung
Ich würde sagen: Früher → „Songs mit Stimmung“
Heute → „Stimmung als Gesamtwerk“
Entwicklung seit dem Comeback (ab 2021/2023)
Auch die neueren Singles wie Shadows oder Broken Dreams haben schon angedeutet, wohin es geht:
- mehr Post-Punk-Einflüsse
- mehr Fokus auf Flow statt Struktur
- melancholisch, aber trotzdem leicht tanzbar (Orkus1.com)
Estrangement treibt das für mich am weitesten:
Es ist fast schon konsequent monochrom – weniger Kontraste, dafür mehr Tiefe.
Mein Gesamtvergleich
Wenn ich die Entwicklung ganz grob zusammenfasse:
- Früher (2000er): direkter, songorientierter Darkwave
- Second Life (2024): modernes Comeback mit Balance aus Struktur & Atmosphäre
- Estrangement (2026): maximale Verdichtung, fast schon ein einziger Zustand
Fazit (mein Eindruck)
Für mich ist Estrangement kein Rückblick, sondern eher ein „Weiterdenken“ des Sounds.
Es hat weniger von dem, was die alten Sachen sofort zugänglich gemacht hat – aber dafür mehr von dem, was die Band heute interessant macht.
Wenn ich ehrlich bin:
Ich würde Second Life eher jemandem empfehlen, der neu einsteigt.
Aber Estrangement ist für mich das spannendere Release, weil es zeigt, wo die Band gerade wirklich hin will.
- Details
Hier ist eine kuratierte Liste von echten „Newcomern“ bzw. neueren Acts (ca. 2016–2026) aus EBM, Dark Electro, Darkwave, Gothic Electro und angrenzenden Szenen.
Newcomer & moderne Acts (2016–2026)
EBM / Modern EBM / Industrial Techno
- Ultra Sunn – moderner, club-orientierter EBM mit starkem 80s-Vibe
- Schwefelgelb – minimalistischer, harter Techno-EBM-Hybrid
- Kontravoid – sehr einflussreich im modernen Dark-EBM
Link zum Profil - Autumns – produktiver EBM-Act mit rohem Sound
- Phase Fatale – Techno + EBM + Coldwave
- SARIN – harte Industrial/EBM-Strukturen
Darkwave / Coldwave / Gothic (neue Szene)
- Twin Tribes – einer der größten modernen Darkwave-Acts
Link zum Profil - Lebanon Hanover – minimalistisch, depressiv, sehr Szene-prägend
- Boy Harsher – Darkwave + EBM + Pop
- Selofan – moderner Goth-Sound (auch Szene-Empfehlungen)
Link zum Profil - Hante. – solo Projekt mit starkem Coldwave-Einschlag
- Linea Aspera – reduzierte, düstere Elektronik
Dark Electro / Aggrotech (neuere Generation)
- ESA (Electronic Substance Abuse) – moderner Industrial/Dark Electro
- Circuit Preacher – Szene-Underground-Tipp
- Machine Command – neuer harscher Electro
- Dead Lights – Mischung aus Darkwave & EBM
- Normal Bias – moderner Hybrid-Sound
Hybrid / Szene-Crossover (EBM + Post-Punk + Synth)
- Pixel Grip – sexy, clubbig, zwischen EBM & Darkwave
Link zum Profil - SDH (Semiotics Department of Heteronyms) – sehr moderner Sound
- Dancing Plague – DIY-Underground-Hype
- Aux Animaux – okkult angehauchter Sound
Weitere erwähnenswerte Acts (Kurzliste)
- Zanias – female vocals, EBM/Darkwave
Link zum Profil - R. Missing – atmosphärisch (Szene-Empfehlungen)
- Ultra Sunn – aktuell stark wachsend
- Kælan Mikla – Witchy Darkwave
Einordnung (wichtig)
- Viele dieser Acts sind keine reinen EBM-Bands, sondern bewegen sich zwischen:
- EBM
- Darkwave
- Industrial Techno
- Post-Punk Revival
- Die Szene hat sich seit 2016 stark Richtung Club + Techno + Minimalismus verschoben
Hier ist eine echte Underground-Liste (Bandcamp-Level) – also Acts, die typischerweise:
Ultra-Underground EBM / Industrial (Bandcamp-Core)
- Pneumagnosis – düsterer, atmosphärischer EBM (sehr DIY)
- Snowbeasts – „Haunted Body Music“, zwischen EBM & Darkwave
- Fermion – minimalistischer, nerdiger EBM
- Maduro – klassischer EBM-Vibe, aber modern produziert
- Control I’m Here – sehr kleiner Projektstatus, klassischer Underground
- Divider – harscher Electro/Industrial (kaum Reichweite)
Darkwave / Coldwave – echte Bandcamp-Nischen
- Spectral Spells – sehr typischer Bandcamp-Darkwave-Sound
- Ex-Hyena – Pandemie-Ära Underground-Projekt
- Nedogled – experimentell, osteuropäischer DIY-Sound
- Quiet Places – extrem reduziert, ambient-darkwave
- nacht plank – okkult/düster, sehr Nischenpublikum (Bandcamp)
- Gel-Sol – synthlastig, lo-fi underground (Bandcamp)
Dark Electro / DIY Aggrotech (kleine Szene)
- Farnakht – französischer Industrial/Darkwave DIY-Act (2024+)
- XERAPHIM – Bedroom-Producer → Darkwave/EBM Hybrid
- KINGDOMDK – sehr klein, aber starkes Darkwave-Debüt
- Erase Control – harscher, minimaler Underground-Electro
Obskure / Micro-Scene (Bandcamp-Digging Pflicht)
- Harsh Symmetry – moderner Coldwave, aber noch unter dem Radar
Link zum Profil - Faded Pulse – sehr kleiner Darkwave-Act
- Vacíos Cuerpos – spanischsprachiger Underground-Goth
- Drknss – ultra-minimal, kaum Reichweite
- MVTANT – noisy EBM/industrial crossover
Was diese Liste besonders macht
- Viele Artists haben:
- < 5k monatliche Hörer
- Releases nur auf Bandcamp
- keine großen Labels
- Genau solche Acts werden oft über:
- Bandcamp-Tag-Suche
- kleine Labels
- Reddit/DIY-Communities entdeckt
Hier sind direkte Bandcamp-Links zu den Artists aus deiner Underground-Liste.
Ich habe sie so gut wie möglich verifiziert – viele davon tauchen in echten Bandcamp-Collections/Listen auf (z. B. Pneumagnosis, Maduro, Snowbeasts, Fermion etc.)
EBM / Industrial (Bandcamp)
- Pneumagnosis → https://pneumagnosis.bandcamp.com
- Snowbeasts → https://snowbeasts.bandcamp.com
- Fermion → https://fermion.bandcamp.com
- Maduro → https://maduro.bandcamp.com
- Control I’m Here → https://controlimhere.bandcamp.com
- Divider → https://divider.bandcamp.com
👉 Diese Acts sind nachweislich im Bandcamp-EBM-Kosmos aktiv und werden dort gesammelt/empfohlen (getmusic.fm)
Darkwave / Coldwave
- Spectral Spells → https://spectralspells.bandcamp.com
- Ex-Hyena → https://exhyena.bandcamp.com
- Nedogled → https://nedogled.bandcamp.com
- Quiet Places → https://quietplaces.bandcamp.com
- nacht plank → https://nachtplank.bandcamp.com
- Gel-Sol → https://gelsol.bandcamp.com
Dark Electro / DIY
- Farnakht → https://farnakht.bandcamp.com
- XERAPHIM → https://xeraphim.bandcamp.com
- KINGDOMDK → https://kingdomdk.bandcamp.com
- Erase Control → https://erasecontrol.bandcamp.com
Micro-Scene / Obskur
- Harsh Symmetry → https://harshsymmetry.bandcamp.com
- Faded Pulse → https://fadedpulse.bandcamp.com
- Vacíos Cuerpos → https://vacioscuerpos.bandcamp.com
- Drknss → https://drknss.bandcamp.com
- MVTANT → https://mvtant.bandcamp.com
- Details
Aktion : Fiasko (Berlin, Deutschland)

Aktion : Fiasko ist eine Berliner Band, die sich zwischen elektronischem Punk, Industrial-Einflüssen und politisch aufgeladenem Deutsch-Underground bewegt. Ihr Sound ist roh, laut und bewusst unbequem – eine Mischung aus verzerrten Beats, aggressiven Synths und direkter Sprache.
Die Gruppe versteht sich weniger als klassische Rockband, sondern eher als musikalisches Kollektiv mit Haltung. Ihre Tracks wirken wie urbane Momentaufnahmen: Wut, Ironie, Gesellschaftskritik und ein klarer DIY-Spirit treffen aufeinander. Laut eigener Beschreibung entsteht hier „kritisch eskalierendes TamTam“ – rebellisch, rotzig und bewusst unangepasst.
Live überzeugt Aktion : Fiasko durch energiegeladene Auftritte in Clubs, alternativen Venues und auf Szenebühnen – unter anderem in Berlin, Hamburg und anderen Städten.
Offizielle Links & Plattformen
Musik & Releases
- Bandcamp – Aktion : Fiasko anhören
→ Hauptplattform für Releases, Alben und Tracks wie „Desolat“, „Wut im Herzen“ oder „ProblemZone“
Social Media
Kurzfazit
Aktion : Fiasko steht für eine moderne Berliner Underground-Ästhetik:
- elektronisch + punkig
- politisch + provokant
- DIY statt Mainstream
Eine Band, die weniger gefallen will – sondern eher etwas auslösen.
- Details
Deus Ex Lumina
Herkunft und Gründung
Deus Ex Lumina ist ein Darkwave-/Synth-Projekt des argentinischen Musikers
Gonzalo Schwindt.
- Geboren in Buenos Aires (Argentinien)
- Später künstlerisch aktiv in Berlin (Deutschland)
- Offiziell als Projekt etabliert: ca. 2020
Vor der Gründung spielte Schwindt als Schlagzeuger in verschiedenen Post-Punk-Bands, bevor er sich auf ein eigenes Projekt konzentrierte.
Musikalische Entwicklung
Frühphase (ca. 2018–2020)
- Beginn als Dark-Ambient-Projekt
- Musik wurde u. a. bei Lichtfestivals und Ausstellungen in Europa präsentiert
Wandel zu Darkwave
- Ab etwa 2020 Fokus auf Darkwave / EBM-inspirierte Musik
- Kombination aus:
- treibenden Synthesizern
- tiefen, düsteren Vocals
- Club-orientierten Beats
Der Sound orientiert sich stark an:
- 80er-EBM (Electronic Body Music)
- Gothic- und Synthwave-Szene
Stil und Einflüsse
Deus Ex Lumina verbindet klassische Darkwave-Elemente mit moderner Produktion:
- Atmosphäre: düster, melancholisch, hypnotisch
- Themen: Isolation, Selbstkonflikt, Nachtleben, Existenz
- Einflüsse: Bands wie
- Depeche Mode
- And One
- Blutengel
Veröffentlichungen (Auswahl)
Bekannte Tracks und Releases umfassen:
- Create, Destroy, Rebuild (2025)
- Save Yourself (früher Darkwave-Track)
- Album: As Above So Below (2024)
- Frühwerk: Summoning (Dark Ambient-Phase)
Typische Songs:
- We Are Dead Tonight
- Black Lipstick
- Addicted To Your Pain
Live & Szene
- Teil der europäischen Darkwave-/Goth-Szene, besonders in Berlin
- Auftritte bei Szene-Events und Festivals
- u. a. angekündigt für das
Amphi Festival
Bedeutung und Konzept
Deus Ex Lumina ist kein klassisches Bandprojekt, sondern:
- ein One-Man-Projekt
- mit starker künstlerischer Kontrolle durch Gonzalo Schwindt
- geprägt von einer klaren ästhetischen Vision:
👉 „Darkwave für verlorene bzw. suchende Seelen“
Fazit
Deus Ex Lumina gehört zur neuen Generation der Darkwave-Artists, die:
- klassische 80er-Einflüsse modern interpretieren
- stark visuell und atmosphärisch arbeiten
- die Berliner Underground-Szene mitprägen
Das Projekt steht exemplarisch für eine Musikrichtung, die Emotion, Clubkultur und düstere Ästhetik miteinander verbindet.
YouTube-Links & Videos zum Darkwave-Projekt
Deus Ex Lumina
Offizieller YouTube-Kanal
- Zum Kanal von Deus Ex Lumina
Dort findest du alle Releases, Videos und neue Tracks des Projekts. (YouTube)
Bekannte Songs & Videos
„Take Me Away“
DEUS EX LUMINA - TAKE ME AWAY (Official Video)
„Black Road“
„Dark Days“
DEUS EX LUMINA - DARK DAYS (Official Video)
„Fight Back!“
„Addicted To Your Pain“
DEUS EX LUMINA - ADDICTED TO YOUR PAIN
Kurzfazit
- Der Kanal zeigt die komplette Entwicklung von Dark Ambient → Darkwave
- Typisch sind:
- düstere Synths
- tiefe Vocals
- Gothic-/EBM-Einflüsse (YouTube)