Kopetti
Kopetti ist ein elektronisches Solo-Projekt aus Stuttgart, das sich irgendwo zwischen Gothic, EBM, Darkpop, Synthpop und Neuer Deutscher Härte bewegt. Genau diese Mischung macht das Projekt für mich interessant, denn Kopetti versucht nicht, sich auf ein bestimmtes Genre festzulegen. Stattdessen werden unterschiedliche elektronische Einflüsse miteinander verbunden und daraus ein eigener Sound entwickelt.

Kopetti gibt es bereits seit 2017. Am Anfang standen unter anderem die Soundtracks der frühen James-Bond-Filme als Inspiration. Daraus entwickelte sich mit der Zeit eine eigene musikalische Richtung, die schließlich im Album „Dark Times“ mündete, das 2021 veröffentlicht wurde.
Ebenfalls 2021 begann Kopetti verstärkt mit deutschsprachigen Texten zu arbeiten. Dadurch bekam das Projekt eine deutlich persönlichere und direktere Note. Die Musik bewegt sich zwischen dunklen Synthesizern, elektronischen Beats, Gothic-Atmosphäre und EBM, ohne dabei auf typische Genregrenzen Rücksicht zu nehmen.
Mit „Kopettiland“ erschien 2023 ein Album, das für mich sehr gut zeigt, wie eigenständig das Projekt inzwischen geworden ist. Kopetti erschafft hier eine eigene kleine musikalische Welt, in der düstere elektronische Klänge genauso ihren Platz haben wie ungewöhnliche Themen, teilweise ironische Momente und eine gewisse Verspieltheit.
2025 folgte „Dystopie“, später auch als Deluxe Edition. Hier wird die elektronische und teilweise deutlich härtere Seite von Kopetti besonders sichtbar. EBM, Dark Electro und Elemente der Neuen Deutschen Härte treffen auf Synthpop und Gothic. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für melodische Passagen und ungewöhnliche Songideen.
Titel wie „Alpenfieber“, „Amor“, „Feuer und Wasser“, „Marie“, „Rubbeldiekatz“, „Alles für die Mutter“ oder „Winter kehrt ein“ zeigen bereits, dass Kopetti nicht unbedingt den klassischen Weg geht. Allein die unterschiedlichen Themen machen deutlich, dass hier gerne mit Erwartungen gespielt wird.
Auch die Veröffentlichungen rund um „Maschinenmensch“, „Volkstanz“ und „Spiel“ passen gut in dieses Konzept. Gerade „Maschinenmensch“ verbindet die elektronische Seite des Projekts mit der Frage nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Technik – ein Thema, das gerade in der elektronischen Musik immer wieder eine wichtige Rolle spielt.
2026 ging es mit „Leise Reise“ in eine etwas andere Richtung. Das Album beziehungsweise die spätere Special Edition zeigt, dass Kopetti nicht ausschließlich auf harte Clubtracks setzt. Zwischen elektronischen Beats und dunklen Klangflächen finden sich auch ruhigere und atmosphärischere Momente.
Songs wie „Leise Reise“, „Abendland“, „Intermezzo“, „Mein Herz brennt (Volkstanz)“ oder „Der Wind und das Meer“ zeigen diese etwas breitere Seite des Projekts. Gerade dieser Wechsel zwischen Härte, Melodie und Atmosphäre gefällt mir an Kopetti.
Mit „Schwarze Sonne“ und verschiedenen Remixen wurde 2026 außerdem wieder die dunklere elektronische Seite hervorgeholt. Damit bleibt Kopetti in Bewegung und entwickelt den eigenen Sound weiter, anstatt sich auf das bisher Erreichte zu verlassen.
Was ich an Kopetti besonders interessant finde, ist diese musikalische Freiheit. Hier wird nicht versucht, möglichst genau nach einem bestimmten Vorbild zu klingen. Gothic, EBM, Synthpop, Darkpop und Neue Deutsche Härte sind eher verschiedene Zutaten, aus denen Kopetti etwas Eigenes macht.
Dazu kommen die deutschsprachigen Texte, die dem Projekt eine ganz eigene Identität geben. Sie wirken teilweise direkt, manchmal ungewöhnlich oder ironisch und passen dadurch sehr gut zu einer Musik, die sich ebenfalls nicht immer eindeutig einordnen lässt.
Für mich ist Kopetti deshalb ein interessantes Beispiel dafür, wie vielseitig elektronische Musik aus Deutschland heute sein kann. Das Projekt verbindet unterschiedliche Szenestile, ohne sich vollständig einem davon unterzuordnen.
Kopetti steht für dunkle elektronische Musik aus Stuttgart – zwischen Gothic, EBM, Synthpop, Darkpop und Neuer Deutscher Härte. Mal treibend und düster, mal melodisch und verspielt, aber vor allem eigenständig und mit einer ganz eigenen musikalischen Handschrift.
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Kopetti – Artist Profile
Kopetti is an electronic solo project from Stuttgart, Germany, moving somewhere between gothic, EBM, darkpop, synthpop, and Neue Deutsche Härte. What makes the project interesting to me is that Kopetti does not try to fit neatly into one particular genre. Instead, different electronic influences are brought together to create a sound with its own identity.
Kopetti has been active since 2017. In the beginning, the project was influenced, among other things, by the soundtracks of the early James Bond films. Over time, these influences developed into a much more personal musical direction, eventually leading to the album Dark Times, released in 2021.
That same year, Kopetti increasingly began working with German-language lyrics, giving the project a more direct and personal character. The music moves between dark synthesizers, electronic beats, gothic atmospheres, and EBM influences without worrying too much about traditional genre boundaries.
With Kopettiland, released in 2023, the project further developed its own musical world. For me, the album shows particularly well how individual Kopetti had become by this point. Dark electronic sounds are combined with unusual subjects, occasionally ironic moments, and a certain playful quality.
In 2025, Dystopie followed, later expanded as a deluxe edition. This release highlights the harder electronic side of Kopetti. EBM, dark electro, and elements of Neue Deutsche Härte meet synthpop and gothic influences. At the same time, there is still plenty of room for melodic passages and unconventional songwriting.
Tracks such as “Alpenfieber,” “Amor,” “Feuer und Wasser,” “Marie,” “Rubbeldiekatz,” “Alles für die Mutter,” and “Winter kehrt ein” already show that Kopetti does not necessarily follow the conventional path. Even the variety of subjects makes it clear that the project enjoys playing with expectations.
The releases surrounding “Maschinenmensch,” “Volkstanz,” and “Spiel” fit well into this concept. “Maschinenmensch” in particular connects the electronic side of the project with the relationship between humans and technology — a subject that has always played an important role in electronic music.
In 2026, Leise Reise took Kopetti in a somewhat different direction. The album and its later special edition demonstrate that the project is not limited to hard club-oriented tracks. Alongside electronic beats and dark soundscapes, there are also quieter and more atmospheric moments.
Tracks such as “Leise Reise,” “Abendland,” “Intermezzo,” “Mein Herz brennt (Volkstanz),” and “Der Wind und das Meer” reveal this broader side of Kopetti. I particularly like this contrast between intensity, melody, and atmosphere.
With “Schwarze Sonne” and several remixes, Kopetti also returned to the darker electronic side of the project in 2026. It shows that the project continues to evolve rather than simply repeating what has already worked.
What I find particularly interesting about Kopetti is this musical freedom. The goal does not seem to be to sound exactly like a particular artist or genre. Gothic, EBM, synthpop, darkpop, and Neue Deutsche Härte are more like different ingredients that Kopetti combines into something personal.
The German-language lyrics are another important part of that identity. They can be direct, unusual, playful, or occasionally ironic, which fits very well with music that also refuses to be easily categorized.
For me, Kopetti is therefore an interesting example of how diverse electronic music from Germany can be today. The project brings together different elements of the darker electronic scene without completely belonging to any one of them.
Kopetti stands for dark electronic music from Stuttgart — somewhere between gothic, EBM, synthpop, darkpop, and Neue Deutsche Härte. Sometimes driving and dark, sometimes melodic and playful, but above all independent and unmistakably its own.