Nachtfragment
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Veröffentlicht: 15. September 2026
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  • Dark Elektro
  • Dark Wave
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  • Industrial

Dancing Plague – Dunkle Elektronik aus Portland

Wenn Darkwave plötzlich körperlich wird

Es gibt elektronische Musik, die einfach im Hintergrund läuft. Und dann gibt es Musik, bei der der Bass irgendwann so tief sitzt, dass man nicht mehr nur zuhört.

dancing plague

Dancing Plague gehört für mich eindeutig zur zweiten Sorte.

Hinter dem Projekt aus Portland, Oregon, steht Conor Knowles. Seit 2015 entwickelt er mit Dancing Plague eine Mischung aus Darkwave, Dark Electro, EBM, Industrial und Coldwave, die gleichzeitig kalt und erstaunlich emotional wirkt.

Fette Percussion, pulsierende Basslinien, Synth-Hooks und diese markante tiefe Stimme – das ist kein Sound, der unbedingt freundlich wirken möchte.

Und das ist auch gut so.

Zwischen Darkwave und EBM

Was mir bei Dancing Plague gefällt, ist diese Mischung aus Atmosphäre und Druck.

Auf der einen Seite gibt es die dunkle, melancholische Seite des Darkwave. Auf der anderen Seite stehen die Beats. Körperlich, treibend, manchmal fast schon aggressiv.

Das macht die Musik interessant.

Man kann sie zuhause mit Kopfhörern hören und sich komplett darin verlieren. Man kann sie aber genauso gut in einem dunklen Club laufen lassen, wo der Bass irgendwann den Rest übernimmt.

Frühe Veröffentlichungen wie „Sulker“ von 2019 zeigen bereits deutlich diese Verbindung aus Dark Electro, Darkwave, EBM und Industrial.

Später wird der Sound immer ausgearbeiteter, ohne seine dunkle Grundstimmung zu verlieren.

„Elogium“ – Dunkelheit mit Tiefe

Ein guter Einstieg ist für mich „Elogium“ aus dem Jahr 2024.

Das Album verbindet Coldwave, Darkwave, Dark Electro, EBM und Industrial und zeigt ziemlich gut, was Dancing Plague ausmacht.

Tracks wie „Dreamless“, „Shadow Self“, „Elogium“, „Cold Fire“ oder „Echoes of the Void“ bewegen sich zwischen elektronischer Härte und einer deutlich melancholischeren, fast introvertierten Seite.

Das ist nicht einfach nur Musik zum Tanzen.

Da steckt einiges an Atmosphäre drin.

Und genau dadurch funktioniert sie für mich besser als viele Produktionen, die einfach nur versuchen, möglichst hart oder möglichst düster zu klingen.

„Domain“ – persönlicher und noch intensiver

2025 erschien mit „Domain“ das Debüt von Dancing Plague bei Artoffact Records. Das Album beschäftigt sich mit Identität, Verlust und existenzieller Ernüchterung.

Schon Titel wie „Turn To Dust“, „Bitter Taste“, „Senseless“, „Silence“ oder „Impostor“ geben ungefähr die Richtung vor.

Das ist keine Musik für einen sonnigen Sonntagmorgen.

„Domain“ wirkt für mich eher wie ein Album für die Stunden, in denen die Stadt längst dunkel geworden ist und man eigentlich nicht mehr viel von der Welt hören möchte.

Bass. Synthesizer. Stimme.

Und dieser ziemlich unangenehme Gedanke, dass man sich selbst manchmal fremder ist als allen anderen.

Portland, Underground und darüber hinaus

Dancing Plague ist längst kein völlig unbekannter Name mehr innerhalb der nordamerikanischen Dark-Electronic-Szene. Das Projekt war 2026 unter anderem beim Verboden Music Festival vertreten, einem Festival für Darkwave, Post-Punk und Dark Electronic Music im pazifischen Nordwesten.

Auch in Portland selbst gehört Dancing Plague mittlerweile fest zur dortigen dunklen elektronischen Szene.

Und genau dort würde ich das Projekt auch verorten.

Nicht als nostalgische Wiederholung alter EBM- oder Darkwave-Rezepte, sondern als aktuelle Weiterentwicklung dieser Sounds.

Mein Einstieg

Ich würde mit „Elogium“ anfangen.

Danach „Domain“ komplett durchhören – am besten nicht nebenbei.

Wer es etwas elektronischer und härter mag, sollte sich außerdem „Sulker“ und die älteren Veröffentlichungen anschauen.

Dancing Plague sind für mich ein gutes Beispiel dafür, wie moderner Darkwave und Dark Electro funktionieren können, ohne ihre Atmosphäre an den Dancefloor zu verkaufen.

Dunkel, elektronisch, körperlich – und verdammt intensiv.

YouTube:
https://www.youtube.com/

Facebook:
https://www.facebook.com/dancingplaguemusic

Bandcamp:
https://dancingplague.bandcamp.com/album/domain


 

 


Dancing Plague – Dark Electronics from Portland

When Darkwave Gets Physical

There is electronic music that simply plays in the background.

And then there is music where the bass eventually sits so deep that you stop just listening to it.

Dancing Plague definitely belongs to the second category.

Behind the Portland, Oregon project is Conor Knowles, who has been developing Dancing Plague since 2015. The sound moves between Darkwave, Dark Electro, EBM, Industrial and Coldwave, combining heavy percussion, pulsating basslines, synth hooks and a distinctive deep vocal presence.

This isn't music that particularly wants to sound friendly.

And that's a good thing.

Somewhere between Darkwave and EBM

What I like about Dancing Plague is the combination of atmosphere and pressure.

On one side, there is the dark and melancholic side of Darkwave. On the other, there are the beats – physical, driving and sometimes almost aggressive.

That combination makes the project interesting.

You can put it on headphones late at night and disappear into it for a while. But you can just as easily imagine these tracks working in a dark club, where eventually the bass takes over everything else.

Early releases such as “Sulker” already show that connection between Dark Electro, Darkwave, EBM and Industrial.

Later releases develop the sound further without losing that dark core.

“Elogium” – Darkness with depth

For me, “Elogium” from 2024 is a very good place to start.

The album brings together Coldwave, Darkwave, Dark Electro, EBM and Industrial and gives a pretty clear idea of what Dancing Plague is about.

Tracks like “Dreamless”, “Shadow Self”, “Elogium”, “Cold Fire” and “Echoes of the Void” move between electronic intensity and a much more melancholic, almost introspective side.

This isn't simply music for dancing.

There is atmosphere here.

And that is what makes it work better for me than productions that are only trying to sound as hard or as dark as possible.

“Domain” – More personal, even more intense

In 2025, Dancing Plague released “Domain”, the project's debut album for Artoffact Records.

The album deals with identity, loss and existential disillusionment.

Even the titles give you an idea of where things are going:

“Turn To Dust.”
“Bitter Taste.”
“Senseless.”
“Silence.”
“Impostor.”

This isn't exactly music for a sunny Sunday morning.

“Domain” feels more like an album for those hours when the city has gone dark and you don't really want to hear much from the outside world anymore.

Bass.

Synths.

Voice.

And that rather uncomfortable feeling that sometimes you can become more of a stranger to yourself than to anyone else.

Portland, underground and beyond

Dancing Plague has grown into a recognizable name within the North American dark electronic scene, while still retaining that underground character.

And that's where I would place the project anyway.

Not as a nostalgic recreation of old EBM or Darkwave formulas, but as a current continuation of those sounds.

The darkness is still there.

The machines are still there.

But the music belongs to now.

Where to start

I'd start with “Elogium”.

Then listen to “Domain” as a complete album rather than picking out just one track.

If you like things a little more electronic and harder, go back to “Sulker” and the earlier releases.

For me, Dancing Plague is a good example of how modern Darkwave and Dark Electro can work without sacrificing atmosphere for the dancefloor.

Dark, electronic, physical – and seriously intense.

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Veröffentlicht: 15. September 2026
  • Dark Wave
  • Coldwave

Total Resistance – Kälte, Bass und Widerstand aus Paris

Zwischen Coldwave, Post-Punk und Synthpunk

Manchmal braucht es keine große Geschichte. Zwei alte Freunde aus Paris, ein paar Synthesizer, eine Maschine für den Rhythmus, ein treibender Bass – und schon ist da dieser Sound, der nach kalten Straßen, Beton und ziemlich schlechter Laune klingt.

total resistance

Total Resistance kommen aus Paris und sind seit 2022 unterwegs. Musikalisch bewegen sie sich irgendwo zwischen Coldwave, Post-Punk, New Wave, Synthpunk und Darkwave. Dazu kommen kantige Drum Machines, nervöse Basslinien und Synthesizer, die deutlich in Richtung der frühen elektronischen New Wave zeigen.

Und genau das funktioniert.

Total Resistance versuchen nicht, möglichst geschniegelt nach Gothic zu klingen. Ihre Musik hat Ecken. Sie darf punkig sein, darf schmutzig klingen und darf auch mal ordentlich nach vorne gehen.

Kalt, direkt und ohne viel Schnörkel

Auf ihrer ersten Veröffentlichung „No Brakes“ von 2023 trifft nervöser Post-Punk auf typische New-Wave-Synthesizer. Als Einflüsse nennen sie unter anderem New Order, Gang of Four und Gary Numan, aber auch jüngere Namen wie Lebanon Hanover und Molchat Doma.

Das hört man durchaus.

Aber Total Resistance sind keine Kopie dieser Bands. Sie nehmen diese Zutaten und machen daraus ihren eigenen kleinen Maschinenraum.

Bass nach vorne.
Drum Machine im Anschlag.
Synthesizer darüber.
Und dann diese Stimme, die nicht unbedingt darum bemüht ist, alles schön klingen zu lassen.

Das gefällt mir.

Musik für eine ziemlich kaputte Gegenwart

Auch thematisch bleiben Total Resistance nicht gerade im Sonnenschein.

Ihre Songs beschäftigen sich mit Krieg, gesellschaftlicher Kälte, wirtschaftlicher Gier, Umweltzerstörung und diesem Gefühl, dass die Welt irgendwie immer weiterläuft, obwohl längst ziemlich viel im Argen liegt. „Dancing Time“ bringt dieses Gefühl besonders deutlich zusammen: eine kaputte Welt draußen – und trotzdem dieser kurze Moment, in dem man einfach tanzt.

Das ist für mich ziemlich passend zur heutigen Darkwave-Szene.

Nicht nur Nostalgie.
Nicht nur schwarze Klamotten und alte Synthesizer.
Sondern auch die Frage, warum sich die Gegenwart manchmal selbst wie ein dystopischer Song anhört.

Und dann wird getanzt

Was ich an Total Resistance besonders mag: Trotz der düsteren Themen bleibt die Musik nicht im Selbstmitleid hängen.

Sie hat Bewegung.

Gerade die Kombination aus Bass und Drum Machine macht Tracks wie „Crash“, „Anxiety“, „Melody“ oder „Fascination“ ziemlich direkt.

Das ist Musik, die im Keller genauso funktionieren kann wie auf einem kleinen Darkwave-Floor.

2024 folgten unter anderem „Dancing Time“, „Daylight“, ein Cover von Taxi Girls „Aussi belle qu’une balle“ und „No Control“. 2025 kam „Never Surrender“ dazu.

Und auch live haben Total Resistance inzwischen über Paris hinaus Fuß gefasst. 2026 standen sie beispielsweise in Belgien mit Curtain und The Ultimate Dreamers auf der Bühne.

Mein Einstieg

Ich würde mit „No Brakes“ anfangen.

Danach „Dancing Time“ und „No Control“ hören.

Wer auf Coldwave, frühen New Wave, Post-Punk und elektronische Sounds steht, dürfte hier ziemlich schnell fündig werden.

Total Resistance sind für mich genau die Sorte Band, die man nachts entdeckt und sich fragt, warum man sie nicht schon früher gefunden hat.

Kalt, direkt, elektronisch – und mit ordentlich Widerstand im Bass.

Facebook:
https://www.facebook.com/

Instagram:
https://www.instagram.com/totalresistancetheband

Bandcamp:
https://totalresistance1980.bandcamp.com/


 

 


Total Resistance – Cold, Bass and Resistance from France

Somewhere between Coldwave, Post-Punk and Synthpunk

Sometimes you don't need a big story.

Two old friends from Paris. A couple of synthesizers, a drum machine, a driving bassline – and suddenly you've got that sound that feels like cold streets, concrete and a pretty bad mood.

Total Resistance come from France and have been around since 2022. Their sound moves somewhere between Coldwave, Post-Punk, New Wave, Synthpunk and Darkwave. Add sharp drum machines, nervous basslines and analogue synths, and you get something that feels deliberately raw rather than polished.

And I like that.

Total Resistance don't seem interested in making everything sound perfectly clean or carefully packaged. Their music has edges. It can be punky, dirty and rough around the corners – and sometimes it simply needs to hit harder.

Cold, direct and without unnecessary decoration

Their debut release “No Brakes” from 2023 brings nervous Post-Punk together with classic New Wave electronics. Their influences range from New Order, Gang of Four and Gary Numan to more recent names such as Lebanon Hanover and Molchat Doma.

You can hear those references.

But Total Resistance don't simply copy them.

They take the ingredients and throw them into their own little electronic machine room.

Bass up front.
Drum machine pushing everything forward.
Synths filling the gaps.
And a voice that doesn't seem particularly interested in making everything sound pretty.

That's exactly what works for me.

Music for a pretty messed-up present

The darkness isn't only in the sound.

Total Resistance deal with subjects like war, social coldness, economic greed, environmental destruction and that familiar feeling that the world keeps moving even when everything around us seems to be falling apart.

“Dancing Time” captures that contradiction particularly well: the world outside may be a mess, but for a few minutes you can still dance.

And honestly, that feels very relevant to today's darkwave scene.

Not just nostalgia.

Not just black clothes and old synthesizers.

But music that actually reflects the present – even when that present sometimes sounds like a dystopian soundtrack.

And then you dance

One of the things I like most about Total Resistance is that they don't get stuck in their own darkness.

There is movement.

The combination of bass and drum machine gives tracks like “Crash”, “Anxiety”, “Melody” and “Fascination” a direct, physical energy.

This is the kind of music that can work in a dark basement just as easily as on a small darkwave dancefloor.

They continued developing their sound with releases such as “Dancing Time”, “Daylight”, “No Control” and their cover of Taxi Girl's “Aussi belle qu'une balle”, followed by “Never Surrender” in 2025.

And Total Resistance have also taken their music beyond Paris, appearing live in the European underground scene.

That's where I think this kind of music belongs anyway.

Small rooms. Dark lights. Loud bass.

No unnecessary bullshit.

Where to start

I'd start with “No Brakes”.

Then move on to “Dancing Time” and “No Control”.

If you are into Coldwave, early New Wave, Post-Punk and electronic underground sounds, there is a good chance you'll find something here.

For me, Total Resistance are exactly the kind of band you discover late at night and immediately wonder why you hadn't found them earlier.

Cold, direct, electronic – with plenty of resistance in the bass.

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Veröffentlicht: 14. September 2026

Grausame Töchter: Im Zerrspiegel der Welt

Wer zum ersten Mal vor dieser Bühne steht, sollte jede Erwartung fallen lassen. Einfach bleiben. Und sich hineinziehen lassen. Das eine Show mit hypnotischen Darstellungen zu nennen, erscheint banal, denn nichts weniger als ein magisches Theater betritt man als Zuschauer:in. Doch man wird zu viel mehr als einem blossen Zuschauenden, die Darbietung wird jeden Teil werden lassen von etwas ganz Besonderem. Doch man wird zu viel mehr als einem blossen Zuschauenden, man wird von der Magie der Show verschlungen. Und kommt so schnell nicht wieder heraus.


Aranea 4 scaled

Bild: Taste of Taboo - https://www.patreon.com/

Die treibende Kraft hinter der Band ist Aranea Peel, die gemeinsam mit weiteren Töchtern ein Erlebnis schafft, das alle Sinne betört und verführt. Bereits beim reinen Hören der Stücke wird unweigerlich klar: Die Band bedient sich unzähliger Stilmittel, sowohl was die Texte anbelangt, aber auch in musikalischer Hinsicht. Die ersten beiden Stücke eines Albums zu hören, reicht bei Weitem nicht aus, um die Ausrichtung des Werks zu verstehen. Vielleicht ist es nicht einmal ausreichend, ein ganzes Album zu hören, vielleicht muss man sich zunächst auf die Spuren der Band begeben. ... weiter lesen unter: 
https://schwarze-welle.com/?p=12902

Geschrieben von: the.goth.teacher

Instagram: https://www.instagram.com/the.goth.teacher/

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Veröffentlicht: 12. September 2026
  • Dark Wave
  • Post Punk

Darkways

Dunkle Wellen aus Barcelona

Es gibt Bands, bei denen man nach den ersten Takten sofort weiß, wo man ungefähr gelandet ist. Und dann gibt es Darkways.

darkways

Wobei das bei Darkways vielleicht doch nicht ganz stimmt. Denn natürlich hört man ziemlich schnell: Goth Rock, Darkwave, Post-Punk, Synths, dunkle Gitarren. Aber gleichzeitig steckt in dieser Mischung genug Eigenes, dass es nicht einfach nach dem nächsten Versuch klingt, irgendeinen alten Sound wieder aufzuwärmen.

Darkways kommen aus Barcelona und sind inzwischen als Duo unterwegs. Ihre Musik verbindet die Wurzeln des Darkwave mit klassischem Goth Rock, Post-Punk und elektronischen Texturen. Dazu kommen Einflüsse aus Rock und Metal, die dem Ganzen etwas mehr Druck geben.

Und genau dieser Druck gefällt mir.

Denn Darkways können melancholisch sein, ohne in dieser typischen Schwermut stecken zu bleiben. Die Songs haben Bewegung. Bass und Drums treiben nach vorne, Gitarren ziehen ihre dunklen Linien durch die Stücke und darüber liegen Synthesizer, die immer wieder an die kalte elektronische Seite des Genres erinnern.

Das ist Musik für den Dancefloor.

Aber eben nicht nur.

Das Debütalbum „Resonance“, das 2024 erschien, hat bereits ziemlich deutlich gezeigt, wohin die Reise geht. Darkwave und Post-Punk treffen hier auf Goth Rock und Synth-Sounds, wobei die Band immer wieder diese Mischung aus Melodie und Dunkelheit findet, die einen Song auch nach dem ersten Hören im Kopf bleiben lässt.

Tracks wie „I Like The Night (And The Night Likes Me)“, „Shadowdancer“ oder „Resonance“ gehören für mich genau in diese Kategorie.

Dunkel, melodisch und trotzdem nicht leblos.

Was ich an Darkways besonders mag, ist diese Verbindung zur klassischen Gothic-Szene, ohne dass daraus ein reines Retro-Projekt wird. Natürlich hört man die großen Vorbilder heraus. Man hört die Atmosphäre, die Gitarren, die Synthesizer und diese typische Spannung zwischen Melancholie und Tanzbarkeit.

Aber Darkways machen daraus ihren eigenen Sound.

Das zeigt sich auch auf „Rust“, dem 2026 erschienenen Album. Schon das Thema ist deutlich schwerer: Verfall, Vergänglichkeit, Alter, Tod, Identität und die Erkenntnis, dass nichts von Dauer ist. Der Titel „Rust“ passt deshalb ziemlich perfekt zu dieser Musik.

Und trotzdem ist das Album nicht einfach nur deprimierend.

Es hat Energie.

Vielleicht sogar gerade deshalb.

Denn Dunkelheit funktioniert für mich in der Musik dann am besten, wenn sie nicht versucht, eine bestimmte Stimmung zu erzwingen. Wenn sie einfach da ist und trotzdem Bewegung zulässt.

Darkways schaffen genau das.

2025 und 2026 wurde außerdem deutlich, dass die Band ihren Radius erweitert. Veröffentlichungen wie „Eternidad“, „Requiem“, „Hollow“ und die 2026 erschienenen „Hollow (Nightcrawler Remixes)“ zeigen, dass Darkways nicht einfach bei ihrem Debüt stehen bleiben.

Und auch live scheint sich das Ganze inzwischen ordentlich entwickelt zu haben. 2025 waren Darkways bei mehreren europäischen Festivals und Shows unterwegs, darunter das Wave-Gotik-Treffen, Castle Party, Ombra und weitere Veranstaltungen. Dazu kamen gemeinsame Bühnen mit etablierten Namen der Szene. Für 2026 stehen weitere Termine in Deutschland und Italien auf dem Programm.

Das passt für mich ziemlich gut.

Denn Darkways sind keine Musik, die nur im Kopfhörer funktioniert.

Diese treibenden Rhythmen, die Gitarren und die Synthesizer verlangen eigentlich nach einem dunklen Raum, Licht von irgendwo hinten und einem Dancefloor, auf dem irgendwann niemand mehr darüber nachdenkt, ob das gerade Gothic, Darkwave oder Post-Punk ist.

Es ist einfach dunkel.

Und es bewegt sich.

Genau das ist für mich die Stärke von Darkways.

Sie nehmen eine Musiktradition, die inzwischen so viele Jahrzehnte alt ist, und behandeln sie nicht wie ein Museum.

Sie lassen sie weiterleben.

Mit Gitarren.

Mit Synths.

Mit Melancholie.

Und mit ordentlich Druck.

Einstieg

Ich würde mit „Resonance“ anfangen und mich dann über „I Like The Night (And The Night Likes Me)“, „Shadowdancer“ und „Hollow“ weiterarbeiten.

Danach unbedingt „Rust“ hören.

Denn wenn man verstehen will, wohin Darkways gerade gehen, führt an diesem Album für mich kein Weg vorbei.

Darkways sind für mich ein gutes Beispiel dafür, dass Goth Rock und Darkwave auch heute noch verdammt lebendig sein können – wenn man sie nicht zu vorsichtig behandelt.

Facebook:
https://www.facebook.com/darkwaysband

Instagram:
https://www.instagram.com/darkways_official

YouTube:
https://www.youtube.com/@darkwaysofficial

Bandcamp:
https://darkways.bandcamp.com/


 

 


Darkways – Dark Waves from Barcelona

Dark Waves from Barcelona

There are bands where you hear the first few bars and immediately know roughly where you have landed. And then there are Darkways.

The duo from Barcelona move somewhere between Goth Rock, Darkwave and Post-Punk, mixing dark guitars, synths and electronic textures with influences that sometimes reach into rock and metal. Nothing about it feels like a simple attempt to recreate some supposedly glorious past.

And that is exactly what I like about Darkways.

There is a familiar darkness in their sound. Cold, melodic, sometimes melancholic, sometimes more aggressive. But there is also enough modern electronic atmosphere to keep it from becoming another nostalgic trip through the same old Gothic records.

Barcelona is probably not the first city that comes to mind when you think of darkwave. But maybe that is part of the appeal. Darkways sound like a band that has taken the darker side of the city and turned it into music – neon lights, shadows, empty streets and that strange feeling of being awake while everyone else has disappeared.

Between Goth Rock and Darkwave

Their music works particularly well when the guitars come forward and the synths create the space around them. There is that classic Goth Rock feeling, but it is not trapped in the 1980s or 1990s.

“Resonance” from 2024 is a good starting point. Darkwave, Post-Punk and Goth Rock come together here with electronic textures and a distinctly melancholic atmosphere.

Then there is “Rust”, released in 2026. The track digs deeper into decay, passing time, aging, mortality and the gradual erosion of identity. Not exactly cheerful material – but this is Darkways, after all.

What makes it interesting is that the darkness never feels completely static. There is movement in it. Rhythm, guitars and synths keep pushing things forward.

And yes, I can easily imagine this working on a darkwave dancefloor.

A band that keeps moving

Darkways have also become increasingly visible within the European Gothic and darkwave scene, appearing at festivals and events alongside established names.

That makes sense.

Their music is dark enough for the Gothic scene, electronic enough for the darkwave crowd and guitar-driven enough for people who still need a little bit of rock in their darkness.

For me, that combination is one of their biggest strengths.

Darkways don't need to reinvent dark music. They simply take elements that have always worked – guitars, synths, melancholy, rhythm and atmosphere – and put them together in their own way.

Where to start

I would start with “Resonance” and then move on to “Rust”.

From there, go backwards through releases like “Hollow”, “Fading Time”, “Requiem” and “Eternidad”. You can hear how the sound develops and becomes increasingly confident.

Darkways are, for me, a good example of the fact that Goth Rock and Darkwave are still very much alive today – as long as you don't treat them too carefully.

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