Nachtfragment
Willkommen in der Dunkelheit der neuen Klänge ......
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Veröffentlicht: 07. September 2026
  • Dark Elektro
  • Dark Wave
  • Post Punk
  • Synth Pop

Midnight Poetry

Zwischen Darkwave, elektronischer Dunkelheit und melancholischer Energie

Es gibt Projekte, bei denen schon der Name ziemlich gut beschreibt, was einen musikalisch erwartet. Midnight Poetry gehört für mich definitiv dazu.

midnight poetry

Das griechische Duo aus Cleopatra Kaido und John Spanos bewegt sich zwischen Darkwave, Dark Electro, Synth-Pop und Post-Punk und verbindet diese Einflüsse mit einer ausgesprochen atmosphärischen und manchmal fast filmischen Klangsprache. Dabei klingt Midnight Poetry nicht wie eine reine Rückkehr zu den klassischen Wave-Jahren. Vielmehr werden vertraute Elemente aufgenommen und mit modernen elektronischen Sounds und einer deutlich spürbaren Club-Energie verbunden.

Im Mittelpunkt steht die Stimme von Cleopatra Kaido. Sie kann gleichzeitig kühl, melancholisch und kraftvoll wirken und gibt den Songs eine sehr eigene emotionale Farbe. Dahinter entstehen elektronische Klangflächen, treibende Rhythmen und melodische Passagen, die immer wieder zwischen Darkwave und moderner Synth-Musik wechseln.

Was mir an Midnight Poetry besonders gefällt, ist dieses Wechselspiel zwischen Melancholie und Bewegung. Die Musik hat durchaus eine dunkle Seite, bleibt aber nicht statisch oder schwer. Immer wieder kommen rhythmische Elemente hinzu, die den Songs Energie geben und sie auch für den Dancefloor interessant machen.

Die Geschichte des Projekts reicht dabei nicht nur bis zum ersten Midnight-Poetry-Release zurück. Cleopatra Kaido war bereits zuvor mit Drama Queen und Meat Injection aktiv, während John Spanos unter anderem mit Radical Distortion gearbeitet und eigene Musik zwischen Ambient, Chill-Out und Future Garage veröffentlicht hat. Beide bringen dadurch sehr unterschiedliche musikalische Erfahrungen in Midnight Poetry ein.

Der erste große Schritt als Midnight Poetry war „Black Hole“, das 2024 erschien. Der Song zeigt bereits ziemlich deutlich, wohin die Reise gehen sollte: dunkle elektronische Strukturen, melancholische Vocals und eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen innerer Leere und hypnotischer Bewegung liegt.

2026 folgte dann das Debütalbum „Dive Into The Darkness“. Schon der Titel könnte kaum besser gewählt sein. Das Album taucht tief in die dunkleren Bereiche elektronischer Musik ein und verbindet persönliche und gesellschaftliche Themen mit einer modernen Darkwave-Ästhetik. Die Songs beschäftigen sich unter anderem mit Angst, innerem Chaos, Isolation, Machtmissbrauch und einer Gesellschaft, die zunehmend aus den Fugen geraten kann.

Dabei gefällt mir besonders, dass Midnight Poetry nicht versucht, aus der Dunkelheit eine reine Pose zu machen. Die Texte können durchaus politisch und gesellschaftskritisch werden. „Infected Society“ ist dafür ein gutes Beispiel. Der Song beschäftigt sich mit Korruption, Machtmissbrauch, gesellschaftlichen Problemen und dem Gefühl, dass Hoffnung immer schwieriger zu finden ist.

Auf der anderen Seite stehen Songs wie „Black Hole“, die deutlich stärker nach innen schauen. Leere, Erinnerungen, innere Abgründe und das Gefühl, langsam in den eigenen Gedanken zu versinken, werden hier zu einer musikalischen Erfahrung. Genau diese Verbindung aus persönlicher und gesellschaftlicher Dunkelheit macht Midnight Poetry interessant.

Auch die Einflüsse sind spannend. VNV Nation, Diary of Dreams, New Order und Clan of Xymox werden als wichtige Bezugspunkte genannt. Man kann diese Einflüsse durchaus erkennen, trotzdem bleibt Midnight Poetry weit genug davon entfernt, lediglich bekannte Vorbilder zu kopieren.

Und dann ist da natürlich die Bühne.

Midnight Poetry haben bereits live gespielt und waren unter anderem in Athen zu sehen. 2025 standen sie beispielsweise gemeinsam mit Instant Lake im N.A.O.S. in Athen auf der Bühne. Auch weitere Auftritte im Umfeld der griechischen Darkwave- und elektronischen Szene folgten.

Gerade dort dürfte die Kombination aus elektronischen Beats, dunklen Synthesizern und Cleopatras ausdrucksstarker Stimme besonders gut funktionieren. Midnight Poetry besitzen diese seltene Eigenschaft, gleichzeitig atmosphärisch und tanzbar zu sein.

Interessant ist außerdem, dass sich das Projekt inzwischen weiterentwickelt. Für die aktuelle Phase wird Cleopatra Kaido gemeinsam mit Achilleas C / Akill Char, bekannt als DJ und Gründer von ElektroSpank, genannt. Gemeinsam arbeiten sie an neuem Material, das klassische Coldwave- und Synth-Elemente mit moderner Dark-Club-Energie verbinden soll.

Damit bleibt Midnight Poetry nicht einfach bei dem stehen, was mit „Dive Into The Darkness“ begonnen wurde. Im Gegenteil: Es scheint, als würde sich das Projekt gerade weiter in Richtung einer härteren, elektronischeren und gleichzeitig moderneren Klangwelt bewegen.

Für mich gehört Midnight Poetry deshalb zu den interessanteren neueren Namen aus der griechischen Darkwave-Szene. Das Projekt verbindet die Melancholie des Wave mit elektronischer Energie, ohne dabei die emotionale Seite aus den Augen zu verlieren.

„Dive Into The Darkness“ ist dabei ein ziemlich guter Ausgangspunkt. Aber ich habe das Gefühl, dass die eigentliche Geschichte von Midnight Poetry gerade erst beginnt.

Und vielleicht ist genau das die spannendste Seite dieses Projekts: Man weiß noch nicht ganz, wohin die Reise geht – aber man möchte definitiv weiter zuhören.

Facebook:
https://www.facebook.com/midnightpoetrygr

Instagram:
https://www.instagram.com/midnightpoetry_gr

Bandcamp:
https://midnightpoetrygr.bandcamp.com/

YouTube:
https://www.youtube.com/@MidnightPoetry_gr


 

 


Midnight Poetry

Between Darkwave, Electronic Darkness and Melancholic Energy

There are projects where the name already gives you a pretty good idea of what you are about to hear. Midnight Poetry is definitely one of them.

The Greek duo of Cleopatra Kaido and John Spanos moves between Darkwave, Dark Electro, Synth-Pop and Post-Punk, combining these influences with an atmospheric and sometimes almost cinematic approach to sound. Midnight Poetry does not feel like a simple return to the classic Wave years. Instead, familiar elements are taken and reshaped through modern electronic sounds and a strong sense of contemporary club energy.

At the center of the project is Cleopatra Kaido's voice. It can sound cold, melancholic and powerful at the same time, giving the songs a very distinctive emotional character. Around it, electronic textures, driving rhythms and melodic passages constantly move between Darkwave and modern Synth-based music.

What I particularly like about Midnight Poetry is this contrast between melancholy and movement. There is certainly a dark side to the music, but it never becomes static or overwhelmingly heavy. Rhythmic elements repeatedly push the songs forward, giving them an energy that makes them just as interesting on the dancefloor as they are during a late-night listening session.

The story of the project did not begin with Midnight Poetry itself. Cleopatra Kaido had already been active with Drama Queen and Meat Injection, while John Spanos had worked with Radical Distortion and released his own music exploring areas such as Ambient, Chill-Out and Future Garage. They therefore bring very different musical experiences into Midnight Poetry, and I think that contrast is part of what makes the project interesting.

One of the first major steps as Midnight Poetry was “Black Hole,” released in 2024. The track already gives a clear impression of where the project was heading: dark electronic structures, melancholic vocals and an atmosphere somewhere between inner emptiness and hypnotic movement.

Then came the debut album “Dive Into The Darkness” in 2026. The title could hardly be more appropriate. The album dives deep into the darker side of electronic music while combining personal and social themes with a contemporary Darkwave aesthetic.

The songs deal with fear, inner chaos, isolation, abuse of power and the feeling that hope can sometimes become increasingly difficult to find. What I find particularly interesting is that Midnight Poetry does not simply turn darkness into an aesthetic pose. The lyrics can become openly political and socially critical.

“Infected Society” is a good example. The song addresses corruption, abuse of power, social problems and the feeling of living in a world where darkness seems to be spreading. It gives the project another dimension beyond the purely personal.

On the other hand, songs such as “Black Hole” look much further inward. Emptiness, memories, inner abysses and the feeling of slowly disappearing into your own thoughts become part of the musical experience.

This combination of personal and social darkness is one of the things that makes Midnight Poetry stand out for me.

Their influences are also interesting. Names such as VNV Nation, Diary of Dreams, New Order and Clan of Xymox are mentioned as important references. You can certainly hear traces of these influences, but Midnight Poetry never feels like a copy of its predecessors. Instead, these elements become part of a contemporary sound that continues to develop its own identity.

And then, of course, there is the live side of the project.

Midnight Poetry have already performed live, including appearances in Athens and within the Greek Darkwave and electronic music scene. Their combination of electronic beats, dark synthesizers and Cleopatra's expressive vocals seems almost made for the stage.

That balance between atmosphere and movement is one of their greatest strengths. Midnight Poetry can be introspective and melancholic, but they can also create the kind of energy that makes you want to move.

The project has also entered a new phase. Cleopatra Kaido is now working with Achilleas C / Akill Char, known as a DJ and the founder of ElektroSpank. Together they are developing new material that is expected to combine classic Coldwave and Synth influences with a more contemporary Dark Club energy.

That makes Midnight Poetry particularly interesting right now. The project is not simply looking back at what has already been created. It appears to be moving forward, exploring a harder, more electronic and potentially more experimental direction.

For me, Midnight Poetry is one of the more interesting newer names emerging from the Greek Darkwave scene. The project combines the melancholy of Wave music with electronic energy without losing sight of emotion.

“Dive Into The Darkness” is a very good starting point. But I have the feeling that the real story of Midnight Poetry is only beginning.

And perhaps that is the most exciting thing about the project: you do not yet know exactly where the journey will lead.

But you definitely want to keep listening.

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Veröffentlicht: 05. September 2026
  • Dark Wave
  • Coldwave
  • Post Punk

iamnoone

Zwischen Dunkelheit, Melancholie und elektronischen Schatten

Manchmal braucht es nicht viel, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Ein Basslauf, ein kalter Synthesizer, eine Stimme und ein wenig Raum dazwischen können bereits reichen. Genau hier setzt iamnoone an.

iamnoone

Das italienische Projekt von Philippe Marlat und Stephan Seth bewegt sich irgendwo zwischen Darkwave, Cold Wave, Minimal Wave und Post-Punk. Doch iamnoone einfach nur einem dieser Genres zuzuordnen, würde der Musik nicht wirklich gerecht werden. Dafür gibt es zu viele unterschiedliche Facetten und vor allem eine sehr eigene Atmosphäre.

Was sofort auffällt, ist diese kühle, beinahe nächtliche Stimmung. Die Songs wirken reduziert, aber niemals leer. Im Gegenteil: Gerade dort, wo andere Produktionen vielleicht noch eine weitere Spur, einen zusätzlichen Effekt oder einen größeren Sound einsetzen würden, lässt iamnoone den einzelnen Elementen Raum. Bass, Synthesizer, Gitarren und Schlagzeug greifen ineinander und erzeugen einen Sound, der sich langsam entfaltet.

Und genau darin liegt für mich ein großer Reiz dieses Projekts.

iamnoone macht Musik, die nicht unbedingt sofort alles preisgibt. Man muss ihr ein wenig Zeit geben. Je länger man zuhört, desto mehr Details tauchen auf. Aus einer zunächst zurückhaltenden Komposition entsteht eine immer dichtere Atmosphäre.

Dabei ist die Musik keineswegs nur kalt oder distanziert. Unter der Oberfläche steckt viel Emotion. Einsamkeit, Erinnerungen, Vergänglichkeit, Sehnsucht und die Auseinandersetzung mit den eigenen Schatten sind Themen, die immer wieder auftauchen. Es geht um die dunklen Seiten des Lebens, aber nicht ausschließlich um Verzweiflung.

Denn zwischen all dieser Melancholie findet sich immer wieder etwas, das nach Hoffnung klingt.

Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem iamnoone besonders interessant wird. Die Dunkelheit wird nicht romantisiert und auch nicht künstlich dramatisiert. Sie gehört einfach dazu. So wie Erinnerungen dazugehören. So wie Verlust dazugehört. Und genauso wie der Versuch, irgendwann wieder einen Weg aus dieser Dunkelheit zu finden.

Auch der Name iamnoone passt zu dieser Haltung. „I am no one“ kann nach Bedeutungslosigkeit klingen. Gleichzeitig steckt darin etwas Befreiendes. Wer muss man sein, wenn es nicht darum geht, jemand Bestimmtes zu sein? Vielleicht geht es vielmehr darum, das eigene Ego zurückzunehmen und der Musik den Raum zu geben.

Musikalisch sind die Verbindungen zur klassischen Wave-Szene deutlich zu spüren. Die Kälte des Cold Wave trifft auf die Atmosphäre des Darkwave, während der Post-Punk immer wieder für Bewegung sorgt. Dazu kommen elektronische Elemente, die dem Ganzen eine moderne Note geben.

Trotz dieser Einflüsse klingt iamnoone nicht wie eine nostalgische Reise in die Vergangenheit.

Das Projekt nimmt die Ästhetik der frühen Wave-Jahre auf, macht daraus aber etwas Eigenes. Genau deshalb funktioniert die Musik auch heute. Sie erinnert an die Wurzeln der Szene, ohne darin stecken zu bleiben.

Besonders schön zeigt sich diese Seite auf „Dead Season“. Das Album trägt eine Schwere in sich, die man nicht einfach wegwischen kann. Gleichzeitig bleibt es musikalisch offen genug, um nicht in dieser Schwere zu versinken. Stücke wie „Pieces“, „The Need“, „Empty Hours“ oder „The Sun Won't Shine“ bewegen sich genau in diesem Spannungsfeld.

Später kamen weitere Veröffentlichungen hinzu, darunter „besides“, „iamnoone's shadow“, „The Joy of Sorrow“ und „Melancholia“. Dabei zeigt sich, dass iamnoone nicht versucht, immer wieder denselben Song zu schreiben. Die musikalische Sprache bleibt erkennbar, verändert aber ihre Nuancen.

„Melancholia“ ist dabei schon durch seinen Titel ein ziemlich gutes Beispiel für das, was iamnoone ausmacht. Melancholie kann schmerzhaft sein. Sie kann aber auch etwas Schönes besitzen. Sie kann Erinnerungen zurückbringen, die längst vergangen sind, und gleichzeitig zeigen, wie sehr uns bestimmte Momente geprägt haben.

Genau solche Zwischenräume interessieren iamnoone.

Die Musik funktioniert deshalb besonders gut spät am Abend oder in der Nacht. Nicht unbedingt als Hintergrundmusik für eine Party, sondern für die Momente danach. Wenn es ruhiger wird, wenn die Gedanken lauter werden und man plötzlich wieder über Dinge nachdenkt, die tagsüber keinen Platz hatten.

Natürlich kann iamnoone auch auf einem dunklen Dancefloor funktionieren. Die Rhythmen sind vorhanden, die elektronischen Elemente ebenso. Aber für mich liegt die eigentliche Stärke des Projekts woanders: in der Atmosphäre.

iamnoone ist Musik, die sich nicht aufdrängt.

Sie wartet.

Und wenn man sich darauf einlässt, öffnet sich eine dunkle, melancholische Klangwelt, in der Kälte und Wärme, Einsamkeit und Hoffnung erstaunlich nah beieinanderliegen.

Für die Darkwave- und Gothic-Szene ist iamnoone deshalb eine interessante Entdeckung. Nicht, weil das Projekt versucht, möglichst spektakulär zu wirken, sondern gerade weil es auf die leiseren Dinge setzt. Auf Atmosphäre. Auf Gefühle. Auf die kleinen Details.

iamnoone ist keine Musik, die die Dunkelheit vertreiben möchte. Sie zeigt, dass man manchmal auch in ihr etwas finden kann.

Facebook:
https://www.facebook.com/iamn8ne

Youtube
COLD TRANSMISSION MUSIC

Bandcamp:
https://iamnoone1.bandcamp.com/music

Instagram:
https://www.instagram.com/iamnoone_official

Soundcloud:
https://soundcloud.com/user-433468576 

 


 

iamnoone
Between Darkness, Melancholy and Electronic Shadows

Sometimes it doesn't take much to create a certain atmosphere. A bassline, a cold synthesizer, a voice and a little space between the sounds can already be enough. This is where iamnoone comes in.

The Italian project of Philippe Marlat and Stephan Seth moves somewhere between Darkwave, Cold Wave, Minimal Wave and Post-Punk. But simply assigning iamnoone to one of these genres would not really do the music justice. There are too many different facets and, above all, a very distinctive atmosphere running through their work.

What immediately stands out is that cold, almost nocturnal feeling. The songs sound reduced, but never empty. Quite the opposite. Where other productions might add another layer, another effect or a bigger sound, iamnoone gives each element room to breathe. Bass, synthesizers, guitars and drums come together to create a sound that gradually unfolds.

And for me, that is one of the great attractions of this project.

iamnoone makes music that does not necessarily reveal everything at first listen. You have to give it a little time. The longer you listen, the more details begin to appear. What initially sounds restrained slowly develops into a much denser atmosphere.

Yet the music is never simply cold or distant. There is a lot of emotion beneath the surface. Loneliness, memories, mortality, longing and the confrontation with one's own shadows are recurring themes. The music deals with the darker sides of life, but it is not exclusively about despair.

Because somewhere within all that melancholy, there is always something that sounds like hope.

Perhaps this is exactly what makes iamnoone so interesting. Darkness is neither romanticized nor artificially dramatized. It is simply there. Just like memories are there. Just like loss is part of life. And just like the attempt to eventually find a way out of that darkness.

Even the name iamnoone fits this attitude remarkably well. “I am no one” can sound like insignificance. At the same time, there is something liberating about it. Who do you have to be when the point is not to become someone specific? Perhaps it is more about stepping back from the ego and giving the music space to speak for itself.

Musically, the connection to the classic Wave scene is obvious. The coldness of Cold Wave meets the atmosphere of Darkwave, while Post-Punk repeatedly provides movement. Electronic elements add a more contemporary dimension.

Despite these influences, iamnoone never sounds like a nostalgic trip into the past.

The project takes the aesthetics of the early Wave years and turns them into something of its own. That is exactly why the music works today. It remembers the roots of the scene without becoming trapped in them.

This side of iamnoone can be heard particularly well on “Dead Season.” The album carries a certain heaviness that cannot simply be brushed aside. At the same time, it remains open enough musically not to become lost in that darkness. Tracks such as “Pieces,” “The Need,” “Empty Hours” and “The Sun Won't Shine” exist somewhere within this tension.

Further releases followed, including “besides,” “iamnoone's shadow,” “The Joy of Sorrow” and “Melancholia.” They show that iamnoone is not interested in simply writing the same song over and over again. The musical language remains recognizable, but its nuances continue to change.

“Melancholia” is already a pretty good example of what iamnoone is about simply by its title. Melancholy can be painful. But it can also contain something beautiful. It can bring back memories that have long since passed while showing us how deeply certain moments have shaped us.

These are the spaces iamnoone seems particularly interested in.

The music works especially well late in the evening or during the night. Not necessarily as background music for a party, but for those moments afterwards. When everything becomes quieter, when your thoughts become louder, and you suddenly start thinking about things that had no place during the day.

Of course, iamnoone can also work on a dark dancefloor. The rhythms are there, as are the electronic elements. But for me, the real strength of the project lies somewhere else: in the atmosphere.

iamnoone is music that doesn't force itself upon you.

It waits.

And when you allow yourself to get involved, a dark and melancholic soundscape opens up, where coldness and warmth, loneliness and hope are surprisingly close to one another.

For the Darkwave and Gothic scene, iamnoone is therefore an interesting discovery. Not because the project tries to be as spectacular as possible, but precisely because it focuses on the quieter things. Atmosphere. Emotion. The small details.

iamnoone is not music that wants to drive the darkness away. It shows that sometimes, you can find something within it.

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Veröffentlicht: 04. September 2026
  • EBM
  • Dark Wave
  • Dark Electro

Sleek Teeth – Haunted Pop für die dunkle Tanzfläche

Darkwave, EBM und Synthpop mit einer ganz eigenen amerikanischen Note

Manche neuen Projekte brauchen erst ein paar Veröffentlichungen, bevor man wirklich weiß, wohin die Reise geht. Bei Sleek Teeth hatte ich dieses Gefühl nicht. Schon mit dem ersten Material war ziemlich schnell klar, dass hier jemand seinen eigenen Weg zwischen Darkwave, EBM und elektronischem Pop sucht.

sleek teeth

Sleek Teeth kommen aus Los Angeles und bestehen aus Josh und Vox. Ihr Sound bewegt sich zwischen Darkwave, EBM, Synthpop und Electro Pop – dunkel, elektronisch und tanzbar, ohne dabei einfach nur die bekannten Sounds der Vergangenheit zu kopieren.

Was mir an Sleek Teeth besonders gefällt, ist dieses Gleichgewicht zwischen Atmosphäre und eingängigen Songs. Da sind treibende elektronische Beats, kalte Synthesizer und teilweise fast mechanische Basslines. Gleichzeitig bleiben die Melodien im Kopf und die Vocals geben den Songs eine deutlich emotionalere Ebene.

Die selbstbetitelte EP Sleek Teeth aus dem Jahr 2024 ist dafür ein sehr guter Einstieg. Songs wie Gone, Endless, Operating und Sanctuary zeigen unterschiedliche Facetten des Projekts, ohne dass dabei der rote Faden verloren geht. Gone bringt direkt Energie auf die Tanzfläche, während Endless wesentlich hypnotischer wirkt. Operating geht stärker in eine düstere, fast bedrohliche elektronische Richtung.

Inhaltlich schwingt bei Sleek Teeth immer wieder ein Gefühl von Isolation, Entfremdung und innerer Distanz mit. Trotzdem wird daraus kein reines musikalisches Schwarz. Die Songs bleiben melodisch und teilweise sogar erstaunlich zugänglich. Die eigene Beschreibung als „Haunted Pop“ passt deshalb eigentlich ziemlich gut.

Auch die visuelle Seite gehört für mich zum Gesamtbild. Dystopische, futuristische und leicht morbide Elemente treffen auf eine Ästhetik, die nicht einfach nur die üblichen Gothic-Klischees wiederholt. Dadurch bekommen Sleek Teeth eine eigene Identität.

Mit den Veröffentlichungen Same und The River aus dem Jahr 2025 wurde dieser Weg weitergeführt. Interessant finde ich auch die Gone Remixes, an denen unter anderem Kris Baha, XTR Human und SIIE beteiligt waren. Gerade solche Verbindungen zeigen, dass Sleek Teeth inzwischen nicht mehr völlig isoliert stehen, sondern Teil der aktuellen internationalen Dark-Electronic-Szene werden.

Und genau hier liegt für mich die Stärke des Projekts. Sleek Teeth versuchen nicht, einfach die 80er zurückzubringen oder klassischen EBM nachzuspielen. Sie nehmen Elemente aus Darkwave, Synthpop und elektronischer Musik und machen daraus etwas Moderneres, Melodisches und durchaus Tanzbares.

Für mich sind Sleek Teeth deshalb definitiv ein Projekt, das man im Auge behalten sollte. Dunkel genug für die Gothic- und Darkwave-Fraktion, rhythmisch genug für die EBM-Tanzfläche und gleichzeitig melodisch genug, dass die Songs auch nach dem Club noch im Kopf bleiben.

Sound

Darkwave · EBM · Synthpop · Electro Pop · Dark Electro · Electronic · Haunted Pop

Einstieg

Der beste Einstieg ist für mich die Sleek Teeth EP von 2024.

Ich würde mit Gone anfangen und danach Endless und Operating hören. Wer anschließend sehen möchte, wie sich das Projekt weiterentwickelt hat, sollte sich Same und The River anhören.

Sleek Teeth haben diese seltene Kombination aus Dunkelheit, Melodie und Bewegung, die dafür sorgt, dass man nach einem Song eigentlich direkt den nächsten hören möchte.

Dunkel genug für die Nacht. Eingängig genug, um zu bleiben.

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Sleek Teeth – Haunted Pop for the Dark Dancefloor

Darkwave, EBM and synthpop with a distinctly American edge

Some new projects need a few releases before you really know where they are going. Sleek Teeth weren't like that for me. Even with relatively little material, the Los Angeles duo managed to create a sound that immediately caught my attention.

Sleek Teeth are Josh and Vox, two musicians who came together with the idea of creating a darkwave project that could work both as electronic music and on the dancefloor. The result is a mixture of Darkwave, EBM, Synthpop and Electro Pop that feels dark without becoming unnecessarily heavy.

What I like about Sleek Teeth is the balance between atmosphere and catchy songwriting. There are driving electronic beats, cold synths and sometimes almost mechanical basslines, but then there are these melodies and vocals that pull the songs in a much more emotional direction.

Their self-titled debut EP from 2024 is a very good introduction. Tracks like Gone, Endless, Operating and Sanctuary show different sides of the project while still feeling like they belong together. Gone immediately brings the dancefloor energy, while Endless is darker and more hypnotic. Operating adds a slightly more threatening electronic edge.

There is also a strong feeling of isolation and dissociation running through the music. But instead of turning everything into pure gloom, Sleek Teeth give these themes a surprisingly melodic form. They have described their sound themselves as a kind of “haunted pop”, and I think that is actually a pretty good description.

The visual side is equally important. Their videos and artwork lean into dystopian, science-fiction and horror aesthetics without simply copying the usual Gothic imagery. That gives Sleek Teeth their own identity and makes the whole project feel more coherent.

The 2025 releases Same and The River continued that development, while the Gone Remixes brought new interpretations from artists including Kris Baha, XTR Human and SIIE. That connection with the wider contemporary dark electronic scene is interesting in itself and shows that Sleek Teeth are already becoming part of a much bigger network.

And this is where I see their real strength. Sleek Teeth don't sound like a band trying to recreate the 1980s or simply reproduce classic EBM. They take familiar elements from Darkwave and electronic music and turn them into something modern, melodic and very danceable.

For me, this is exactly the kind of new project worth keeping an eye on. There is enough darkness for the Goth and Darkwave crowd, enough rhythm for the EBM floor and enough melody to make the songs stick in your head afterwards.

Sound

Darkwave · EBM · Synthpop · Electro Pop · Dark Electro · Electronic · Haunted Pop

Where to start

Sleek Teeth – EP (2024) is the obvious starting point.

Start with Gone, then move on to Endless and Operating. If you want to hear where the project has gone since the debut, check out Same and The River.

Sleek Teeth have that rare combination of darkness, melody and movement that makes you want to hear the next track — and then the next one.

Dark enough for the night. Catchy enough to stay with you.

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Veröffentlicht: 03. September 2026
  • EBM
  • Dark Wave
  • Dark Electro

SIIE – Zwischen Darkwave, EBM und der Nacht

SIIE aus Hamburg sind für mich ein sehr interessantes neues Projekt, weil sie genau diese Grenze zwischen Darkwave, EBM, Techno und elektronischer Clubmusik ausloten. Die Musik ist dunkel und atmosphärisch, gleichzeitig aber sehr tanzbar. Genau diese Mischung funktioniert für mich bei SIIE besonders gut.

SIIE

SIIE sind ein schweizerisch-deutsches Electro-Duo, das 2021 gegründet wurde. Was mir sofort auffällt, ist die Kombination aus treibenden elektronischen Beats, dunklen Synthesizern und französischem Gesang. Gerade die französische Sprache gibt den Songs eine ganz eigene Stimmung und passt meiner Meinung nach hervorragend zu diesem leicht mystischen und cineastischen Sound.

SIIE versuchen dabei nicht, einfach nur nach klassischem Darkwave oder EBM zu klingen. Vielmehr nehmen sie verschiedene Einflüsse und lassen daraus etwas Eigenes entstehen. Mal steht der Clubbeat im Vordergrund, dann wieder eine atmosphärische Synthesizer-Fläche oder eine melancholische Melodie.

Genau diese Wechsel machen die Musik für mich spannend.

Die Songs besitzen häufig einen sehr klaren elektronischen Aufbau. Trotzdem wirken sie nicht steril oder kühl. Im Gegenteil – durch den Gesang und die teilweise sehr emotionalen Melodien entsteht eine gewisse Nähe, die einen schönen Kontrast zu den maschinellen Beats bildet.

Mit „Grand Virage“ wurde 2024 ein erster Vorgeschmack auf das Debütalbum veröffentlicht. Der Song verbindet treibende Synthesizer mit einer eher geheimnisvollen Atmosphäre und französischem Gesang. Für mich ist das genau die Richtung, in der SIIE besonders gut funktionieren.

2025 folgte dann das Debütalbum „ACMÉ“. Hier zeigt sich ziemlich deutlich, wie breit das musikalische Spektrum des Duos ist.

„Grand Virage“, „Cité Lunaire“, „Tendance“, „Opaque Couché“, „Sabotage“, „Un Moment“, „Monde Bizarre“, „Cowboy Fatigué“, „2112“ und „2113“ bewegen sich zwischen Darkwave, EBM, Techno und moderner elektronischer Clubmusik.

Besonders interessant finde ich dabei, dass die einzelnen Songs nicht alle nach demselben Rezept funktionieren. Es gibt treibende und fast schon hypnotische Momente, aber auch ruhigere und atmosphärischere Passagen.

„Sabotage“ bringt beispielsweise eine sehr interessante Mischung aus Synthesizerflächen und elektronischem Druck mit. „Tendance“ geht stärker nach vorne und besitzt diesen Beat, bei dem man ziemlich schnell merkt, dass SIIE durchaus für die Tanzfläche gemacht sind.

Und dann gibt es Stücke wie „Cité Lunaire“, bei denen die atmosphärische Seite stärker in den Vordergrund rückt.

Für mich ist genau diese Mischung das Interessante an SIIE. Sie können Clubmusik und Atmosphäre miteinander verbinden, ohne dass eine Seite die andere komplett verdrängt.

Auch die französischen Texte tragen viel zum Sound bei. Ich finde, dass die Sprache den Songs eine gewisse Eleganz und gleichzeitig etwas Fremdes gibt. Dadurch entsteht diese leicht surrealistische Stimmung, die sehr gut zu den Synthesizern und den elektronischen Beats passt.

SIIE haben außerdem eine starke audiovisuelle Seite. Die Musik wird von einer sehr eigenen Bildsprache begleitet und wirkt dadurch teilweise fast wie der Soundtrack zu einem düsteren Science-Fiction-Film.

Das passt auch zu den Themen, mit denen sich SIIE beschäftigen. Dystopie, Emotionen, Alltag, Unsicherheit und die Suche nach etwas Neuem tauchen immer wieder auf. Dabei bleibt vieles bewusst offen und lässt Raum für die eigene Interpretation.

Auch live funktioniert das Konzept für mich sehr gut. SIIE haben bereits auf verschiedenen Bühnen der dunklen elektronischen Szene gespielt, unter anderem beim WGT EBM Warm Up, im Kit Kat Club Berlin und im Hamburger Logo. 2026 standen außerdem Auftritte beim Amphi Festival und weiteren Szene-Veranstaltungen auf dem Programm.

Dass SIIE dabei auch gemeinsam mit größeren Namen der elektronischen Szene aufgetreten sind, zeigt für mich, dass das Projekt mittlerweile deutlich über den Status eines Geheimtipps hinausgeht. Gerade die Verbindung von Darkwave, EBM und moderner Clubmusik macht SIIE für ein sehr unterschiedliches Publikum interessant.

2026 ging die Entwicklung weiter. Nach „Indigo“ erschien im August „Sabotage Remixes“, bei dem der Titel aus dem Debütalbum noch einmal neu interpretiert wurde. Für mich passt das sehr gut zur bisherigen Entwicklung von SIIE: Die Musik bleibt nicht stehen, sondern wird immer wieder neu ausprobiert und in andere Richtungen geöffnet.

Was ich an SIIE besonders mag, ist diese Balance zwischen Dunkelheit und Tanzbarkeit. Die Musik kann melancholisch und geheimnisvoll wirken, gleichzeitig aber einen ziemlich starken Clubimpuls entwickeln.

Genau deshalb würde ich SIIE auch nicht einfach nur als Darkwave-Projekt bezeichnen. Dafür steckt zu viel Techno und EBM darin. Und für reinen Techno ist die Musik wiederum viel zu atmosphärisch und emotional.

Für mich sind SIIE irgendwo dazwischen.

Sound: Darkwave · EBM · Dark Electro · Techno · Electro · Synth · Club

Einstieg:
ACMÉ – das Debütalbum ist für mich der beste Einstieg, weil hier die verschiedenen Seiten von SIIE zusammenkommen. Danach würde ich mir „Grand Virage“, „Cité Lunaire“, „Tendance“ und „Sabotage“ genauer anhören.

SIIE sind für mich ein gutes Beispiel dafür, wie die dunkle elektronische Szene heute klingen kann: weniger Rückblick, mehr Weiterentwicklung. Darkwave trifft auf EBM, Techno und moderne Clubkultur – französischer Gesang trifft auf kalte Synthesizer und treibende Beats.

Dunkel, elegant, hypnotisch und definitiv tanzbar – SIIE sollte man im Auge behalten.

Instagram:
https://www.instagram.com/__siie__

Bandcamp:
https://siie.bandcamp.com/

Facebook:
https://www.facebook.com/SIIEmusic

Soundcloud:
https://soundcloud.com/siie-music

YouTube:
https://www.youtube.com/@SIIE-ni8jj


 

 


 

SIIE – Between Darkwave, EBM and the Night

Electronic music with a cold pulse and a very human core

There are projects that immediately create a certain atmosphere. SIIE is one of them. The Hamburg-based Swiss-German electro duo of André Winter and Anne-Marie Pappas has been active since 2021 and moves somewhere between Darkwave, EBM, Techno and Electroclash. What makes SIIE particularly interesting to me is the way these influences are brought together without sounding like a simple genre exercise.

SIIE feels electronic, cold and sometimes almost dystopian, but there is always something very human underneath. The French vocals add another layer to the music – elegant, slightly distant and at the same time strangely intimate. It gives the songs a character that works equally well on a dark dancefloor and when listening alone late at night.

Their debut album ACMÉ is a good example of this approach. The tracks move between Darkwave atmospheres, EBM rhythms and more techno-oriented passages. There are crystalline synth lines, distorted electronic textures and beats that can become surprisingly physical. At times the music feels almost hypnotic, at other moments it suddenly becomes much more direct.

What I particularly like about SIIE is that they don't seem interested in fitting neatly into one scene box. You can hear the influence of EBM and Darkwave, but also Techno, Synthwave and Electroclash. Tracks such as Tendance, Monde Bizarre or 2112/2113 show how easily SIIE can move from dark electronic melancholy into something much more dance-oriented.

There is also a strong visual side to the project. SIIE understands electronic music as something more than just sound. Their audiovisual work and performances underline the atmosphere of the songs and give the project a coherent identity.

And that is probably what makes SIIE interesting within the current dark electronic scene. They don't simply reproduce sounds that have existed for decades. Instead, they take elements from different corners of electronic music and put them together in a way that feels contemporary without losing the connection to the darker side of the scene.

For me, SIIE are exactly the kind of project that shows how open the boundaries of Darkwave and EBM can be today. Cold, electronic, sometimes seductive, sometimes unsettling – but always with a pulse that keeps moving forward.

Sound

Darkwave · EBM · Electroclash · Techno · Synthwave · Dark Electro · French Electro

Where to start

ACMÉ is the obvious starting point if you want to discover SIIE. From there, the singles Indigo and Sabotage show how the project continues to develop its sound.

SIIE are not simply looking back at the dark electronic past. They are taking it into the night of today.

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